Im Jahr 2008 sah ich zum ersten Mal einen Hangspieler in einem Park in Barcelona.
Die Klänge und das junge Instrument ergriffen mich. Das Hang (auf Berndeutsch: Hand) stellt für mich eine perfekte Mischung aus Rhythmus, Harmonie und Melodie dar. Es bedeutete für mich eine Fusion meiner bisherigen Instrumente Schlagzeug und Klavier.

Das „Hang“ (geschützte Wortmarke) wurde im Jahr 2000 von Felix Rohner und Sabina Schärer (PANArt, Hangbau AG) erschaffen, als Frucht aus der Beschäftigung mit verschiedenen Instrumenten aus aller Welt (Steeldrum, Gong, Udu, Gatham). 2013 stellten sie die Produktion ein, inzwischen gibt es aber zahlreiche Nachahmer und Instrumentenbauer, die „Handpans“ herstellen.

Hangs und Handpans bestehen aus zwei Metallschalen. Auf der Oberseite sind sieben, acht oder neun Klangfelder kreisförmig um eine zentrale Klangzone, dem Ding, angeordnet. Gegenüber, in der Mitte der unteren Halbschale, befindet sich der Gu, eine runde Resonanzöffnung mit nach innen gezogenem Hals.
Es gibt keine bestimmte Spieltechnik. Jeder spielt wie er will, in seinem eigenen Stil. Das Handpan fördert das spontane Aufblühen von musikalischen Ideen, frei von vorgeschriebenen Wegen. Die Musik soll die vom Moment ausgehende, spontane Inspiration wecken.

Der Mensch ist ganz Mensch, wenn er spielt (Friedrich Schiller)



Handpantrack 2019

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